K’
Das Parting ist im wahrsten Sinne ein Traum-Pedal!
Hm… wie kann man das Parting am besten beschreiben? Das ist gar nicht so einfach. Zwar verfügen die kompakten Effekte des Pedals über einen charaktervollen Widererkennungswert, jedoch kann man das Gehörte oft nicht eindeutig den einzelnen Effektzutaten zuschreiben. Die ersten Sounds, die ich dem Pedal entlocken konnte, fühlten sich an wie die dichte Atmosphäre eines surrealen Traums, in dem alle absurden Handlungsstränge doch irgendwie zueinander gehören und einzelne Elemente abrupt die Gestalt ändern können, ohne dass die Handlung des Traums dadurch in Mitleidenschaft gezogen würde. Wacht man plötzlich auf, wirkt die Atmosphäre und emotionale Stimmung des Traums noch im realen Leben nach, ohne dass man sich an Einzelheiten erinnern könnte…
Als „Fan der ersten Stunde“ von Emily Hopkins und Freund von OBNE war ich bei der Vorstellung des Pedals bereits sehr aus dem Häuschen und wusste, dass ich das Parting unbedingt ausprobieren wollte. Die Kollaboration zwischen der experimentellen Harfenistin und der kreativen Effektschmiede aus Oklahoma City versprach sehr unkonventionelle, aber händelbare Sounds, mit denen sich tolle und individuelle Klanglandschaften zaubern lassen. Nachdem das Pedal kürzlich bei mir eingetroffen ist, kann ich die Vermutung nach den ersten ausgiebigen Tests vollends bestätigen.
Das Parting klingt bei mir im E-Gitarren-Kontext ebenso gut und spannend, wie in der Kombination mit Harfe oder Synth bei Emily Hopkins.
Das Pedal ist auf jeden Fall sehr eigenständig! Es bietet tolle Sounds, die sich irgendwo zwischen Tremolo/Vibrato, Glitch, random-Delay und Reverb und Bitcrusher bewegen. Alle Parameter stehen in einer wechselseitigen Beziehung zueinander und erzeugen zusammen äußerst komplexe Sounds, die sich ästhetisch zu dichten Effektwolken aufschaukeln können, und sich gleichzeitig wieder in einzelne Klang-Fragmente zerlegen und so dichte Klanglandschaften bilden, die eine eigene Dynamik entfalten. Daher ist diese Art von Effekt sowohl im Sound als auch in der Handhabung etwas anders zu betrachten, als die gewöhnlichen Brot und Butter-Effekte zum veredeln klassischer Gitarrensounds.
Ich musste mich kurz etwas an die Funktionen des Pedals gewöhnen. Aber nach 1-2 Stunden der Auseinandersetzung habe ich verinnerlicht, wie alle Effektparameter miteinander interagieren und konnte direkt ganz intuitiv fantastische Sounds basteln - und diese vor allem am nächsten Tag auch manuell reproduzieren. (Eigene PreSets lassen sich aber auch abspeichern, wenn man mit einem einzelnen Knopfdruck direkt den angestrebten Sound abrufen möchte)
Mit dem Filter und Mix Regler lassen sich die beinhalteten Effekte prima in den richtigen Mix manövrieren, ohne dass man die Kontrolle verliert und das Erklingende gut steuern kann. Wobei die Einstellungen hier m.M.n. recht fein vorgenommen werden müssen. Aber das Ergebnis kann sich mehr als hören lassen! Alles kann wie ein großer, avantgardistischer Synth-Sound klingen, der vom an das Pedal angeschlossenen Instrument angesteuert wird. Wirklich toll, sehr frisch und „mal was anderes“!
Ich liebe das Pedal jetzt schon und es wird einen Platz auf meinem Board bekommen - für temporäre Ausflüchte in sphärisch-psychedelische Gefilde, inmitten des sonst eher Rock’ n’ Roll dominierten Setlist der Band, die sonst eher einen klassischen Vintage-Sound hat.
Damit die Rezension aufgrund der hier dargebotenen Fanboy-Subjektivität etwas aussagekräftig bleibt, sei noch eine konstruktiv kritische Anmerkung erlaubt:
als Liebhaber eines klassischen Analog-Sounds nutze ich digitale Effekte meist in einem Parallel-Mix zum Gitarrensignal, um nichts von der klanglichen Wärme zu verlieren.
In meinen Ohren klingen die Pedale von OBNE oft etwas „digital“ (was digitale Technik verständlicher Weise so an sich hat 😉), und das ist auch beim Parting der Fall. Das ist absolut keine qualitative Aussage, sondern lediglich ein Versuch den Sound zu Beschreiben! Das Teil klingt (wie alle anderen OBNE Pedale, die ich besitze) hammermässig und die digitale Konzeption ermöglicht neben einem enorm kreativen konzeptionellen Ansatz auch noch weitere Einsatzbereiche (Midi etc.).
Die Fertigungsqualität ist top und was Grafiken und Pedal-Brands betrifft, sind die OBNE eh ganz vorne mit dabei.
… ok, ich merke, das der kritische Ansatz doch nicht ganz geklappt hat. Das liegt aber vielleicht auch am Produkt! Am besten mal selbst checken oder die etlichen YT Videos ansehen/anhören.
Auf jeden Fall habe ich mit dem Parting das passende „glitchy Pedal“ für mein SetUp gefunden, nachdem ich mit dem Particle von Red Panda Pedals und dem Habit von Chase Bliss mit der Handhabung und der Kontrolle der Sounds nicht richtig klargekommen bin.
Als „Fan der ersten Stunde“ von Emily Hopkins und Freund von OBNE war ich bei der Vorstellung des Pedals bereits sehr aus dem Häuschen und wusste, dass ich das Parting unbedingt ausprobieren wollte. Die Kollaboration zwischen der experimentellen Harfenistin und der kreativen Effektschmiede aus Oklahoma City versprach sehr unkonventionelle, aber händelbare Sounds, mit denen sich tolle und individuelle Klanglandschaften zaubern lassen. Nachdem das Pedal kürzlich bei mir eingetroffen ist, kann ich die Vermutung nach den ersten ausgiebigen Tests vollends bestätigen.
Das Parting klingt bei mir im E-Gitarren-Kontext ebenso gut und spannend, wie in der Kombination mit Harfe oder Synth bei Emily Hopkins.
Das Pedal ist auf jeden Fall sehr eigenständig! Es bietet tolle Sounds, die sich irgendwo zwischen Tremolo/Vibrato, Glitch, random-Delay und Reverb und Bitcrusher bewegen. Alle Parameter stehen in einer wechselseitigen Beziehung zueinander und erzeugen zusammen äußerst komplexe Sounds, die sich ästhetisch zu dichten Effektwolken aufschaukeln können, und sich gleichzeitig wieder in einzelne Klang-Fragmente zerlegen und so dichte Klanglandschaften bilden, die eine eigene Dynamik entfalten. Daher ist diese Art von Effekt sowohl im Sound als auch in der Handhabung etwas anders zu betrachten, als die gewöhnlichen Brot und Butter-Effekte zum veredeln klassischer Gitarrensounds.
Ich musste mich kurz etwas an die Funktionen des Pedals gewöhnen. Aber nach 1-2 Stunden der Auseinandersetzung habe ich verinnerlicht, wie alle Effektparameter miteinander interagieren und konnte direkt ganz intuitiv fantastische Sounds basteln - und diese vor allem am nächsten Tag auch manuell reproduzieren. (Eigene PreSets lassen sich aber auch abspeichern, wenn man mit einem einzelnen Knopfdruck direkt den angestrebten Sound abrufen möchte)
Mit dem Filter und Mix Regler lassen sich die beinhalteten Effekte prima in den richtigen Mix manövrieren, ohne dass man die Kontrolle verliert und das Erklingende gut steuern kann. Wobei die Einstellungen hier m.M.n. recht fein vorgenommen werden müssen. Aber das Ergebnis kann sich mehr als hören lassen! Alles kann wie ein großer, avantgardistischer Synth-Sound klingen, der vom an das Pedal angeschlossenen Instrument angesteuert wird. Wirklich toll, sehr frisch und „mal was anderes“!
Ich liebe das Pedal jetzt schon und es wird einen Platz auf meinem Board bekommen - für temporäre Ausflüchte in sphärisch-psychedelische Gefilde, inmitten des sonst eher Rock’ n’ Roll dominierten Setlist der Band, die sonst eher einen klassischen Vintage-Sound hat.
Damit die Rezension aufgrund der hier dargebotenen Fanboy-Subjektivität etwas aussagekräftig bleibt, sei noch eine konstruktiv kritische Anmerkung erlaubt:
als Liebhaber eines klassischen Analog-Sounds nutze ich digitale Effekte meist in einem Parallel-Mix zum Gitarrensignal, um nichts von der klanglichen Wärme zu verlieren.
In meinen Ohren klingen die Pedale von OBNE oft etwas „digital“ (was digitale Technik verständlicher Weise so an sich hat 😉), und das ist auch beim Parting der Fall. Das ist absolut keine qualitative Aussage, sondern lediglich ein Versuch den Sound zu Beschreiben! Das Teil klingt (wie alle anderen OBNE Pedale, die ich besitze) hammermässig und die digitale Konzeption ermöglicht neben einem enorm kreativen konzeptionellen Ansatz auch noch weitere Einsatzbereiche (Midi etc.).
Die Fertigungsqualität ist top und was Grafiken und Pedal-Brands betrifft, sind die OBNE eh ganz vorne mit dabei.
… ok, ich merke, das der kritische Ansatz doch nicht ganz geklappt hat. Das liegt aber vielleicht auch am Produkt! Am besten mal selbst checken oder die etlichen YT Videos ansehen/anhören.
Auf jeden Fall habe ich mit dem Parting das passende „glitchy Pedal“ für mein SetUp gefunden, nachdem ich mit dem Particle von Red Panda Pedals und dem Habit von Chase Bliss mit der Handhabung und der Kontrolle der Sounds nicht richtig klargekommen bin.
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