Dies ist meine 5ter Sire und die hervorragende Qualität, gemessen an das Preis/Leistungs Verhältnis des Instruments, dürfte der Welt inzwischen bekannt sein.
Den Z3 wollte ich bereits seit seiner Einführung vor ca 2 Jahren haben, die Farbe hat mich damals aber abgeschreckt. Alle anderen Kriterien wurden aber erfüllt, daher habe ich mich nun für den Kauf entschieden.
Ich hätte den z7 in weiß kaufen können, jedoch sind mir einerseits der Preamp zu kompliziert zu handhaben und andererseits ist die Halskombi aus gerösteten Ahorn und Ebenholz nicht meins. Darüber hinaus ist die 7er Reihe von Sire immer etwas schwerer von Gewicht her, daher fiel die Wahl auf den Z3.
Zum z3: die Farbe ist sehr sparkly und je nach Blickwinkel sieht diese glänzend Silber aus. Definitiv nicht mein Fall und ich habe mich immer noch nicht getraut, zur Bandprobe mit dem Bass aufzutauchen...:) Hoffentlich gewöhne ich mich dran oder der Korpusfront muss mit Stickern retuschiert werden. Dafür werden Dings und Dongs dadurch gut vertuscht. Bei genauem Betrachten ist nämlich das Finish nicht perfekt verarbeitet.
Alles andere: Klasse!
-Der Hals sieht und fühlt sich perfekt beim Spielen an.
-Die Elektronik und der Preamp verrichten ihre Arbeit solide. Leider hat der passive Modus keine Tonregelung.
-Das Gewicht mit 4,15 kg ist für einen 5 Saiter mehr als akzeptabel. Ich habe die Gotohs GB528 drauf installiert (man muss nur ein bisschen Klebeband auf der Achse legen, denn die Bohrlöcher sind etwas größer, bohren muss man aber nicht). Jetzt wiegt der Bass gerade 4kg und ist noch bequemer zu spielen. Die z3 Tuners fand ich aber gar nicht so schlecht, wie sonst berichtet wird. Die Bridge ist solide konstruiert und sieht Hammer aus!
- Der Bass fühlt sich aufgrund der Konstruktion fast wie ein Shortscale an. Sehr bequem!
-Im direkt Vergleich mit meinem Warwick und Sandberg fehlt ihm ein bisschen das Bassfundament, dafür ist er vom Sound her sehr höhenlastig. Den Qualitätunterschied spurt man auch direkt zugunsten der teuereren Varianten. Nebenbei angemerkt, fühlte sich mein Sire v7 fretless aus dem Jahr 2021 (leider verkauft) marginal schlechter als mein Sandberg fretless.
Ich habe das Gefühl, die Verarbeitung der Sire hat die letzten 1-2 Jahren nachgelassen, trotzdem für diesen Preis kann man nicht falsch machen und man bekommt ein durchdachtes Instrument, auf welchem es richtig Spaß macht zu spielen.